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Giacinto Scelsi

eigentlich: Conte Giacinto Scelsi di Valva, geboren 1905 in La Spezia, gestorben 1988 in Rom. Scelsis Biographie und Musik sind von einer undurchdringlich scheinenden Aura des Geheimnisvollen, Mysteriösen oder schlechthin Unerklärlichen umgeben.
Man kennt von Scelsi nur Bruchstücke seines geistigen und persönlichen Hintergrundes: dass er adliger Herkunft ist, dass er als junger Mann viele Reisen nach Asien unternahm und stark von fernöstlicher Religion und Philosophie geprägt wurde. Dem Umstand, dass sein Haus sich genau im Zentrum des antiken Roms befand, mass er grösste symbolische Bedeutung zu. Fast alle vor 1948 entstandenen Werke hat Scelsi später nicht mehr gelten lassen; genaue Entstehungszeiten sind bei vielen, erst später aufgefundenen Kompositionen nicht mehr feststellbar.
Scelsis Kompositionshaltung, die sich metaphorisch durch Attribute wie "hermetisch", "esoterisch" und "solipsistisch" fassen liesse und oftmals primär von aussermusikalischen Vorgaben bestimmt wird, weicht traditionellen musikalischen Raum- und Zeitgestaltungen strikt aus: Die konsequente Verwendung von Mikrointervallen ist dafür beispielhaft zu nennen.

"Man kann den Ton als eine kosmische Kraft ansehen, die allem zugrunde liegt. Es gibt dafür eine schöne Definition: Der Ton ist die erste Bewegung des UNBEWEGLICHEM, und dies ist der Beginn der Schöpfung. Der Ton im Ruhezustand (wenn man das so sagen kann) ist kugelförmig, aber da er von seinem Wesen her beweglich ist, kann er jede Form annehmen und mehrdimensional werden. Wegen seines kosmischen Wesens kann er "aktiviert" oder "angewendet" werden, beispielsweise durch den Menschen. In einer bestimmten okkulten Tradition gibt es eine sehr interessante Idee: Der Ton kann drei "Körper" haben, den physikalischen Körper, den psychischen Körper und den "logischen" Körper. Das heisst, dass er auf allen drei Ebenen Impulse geben kann."

Giacinto Scelsi, in "Klang und Musik", 1953/54, Auszüge aus einem Gespräch unter Freunden

Trio für Marimbaphon, Vibraphon und Percussion

Das zweisätzige Werk "Trio für Marimbaphon, Vibraphon und Percussion", 1950 komponiert und danach wohl in Vergessenheit geraten, wurde 1981 oder 1982 von Luciano Martinis wiedergefunden und ist ihm daher gewidmet.
Die Partitur enthält keine Datumsangabe.
Die Uraufführung fand erst am 28.5.1987 in Royaumont, eine zweite Aufführung 1994 in Perugia , die deutsche Erstaufführung durch das Schlagquartett Köln am 12.3.1999 in Köln statt.

mehr Informationen über Giacinto Scelsi: www.scelsi.it oder wwww.classical.net

 

 

 

 

 

 

 

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