Schlagquartett Köln

 

 

 

 

 

 

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László Sáry

László Sáry wurde am 1.Januar 1940 in Györ in West-Ungarn geboren und studierte Komposition in Budapest, wo er bis heute lebt und arbeitet; neben seiner Komponistentätigkeit unterrichtet er an der Universität und ist musikalischer Leiter des Jószef-Kantona-Theaters 1970 gründete er zusammen mit Zoltán Jeney, László Vidovszky, Peter Eötvös und anderen die Gruppe "Studio für Neue Musik", ein Ensemble aus Komponisten, die auch als Interpreten auftraten und zwar grösstenteils als Pianisten und Keyborder. Für über zwanzig Jahre war diese Gruppe das wichtigste Forum für Neue Musik in Ungarn. Sie führte in Ihren zahllosen Konzerten nicht nur ihre eigene Musik auf, sondern auch vor allem amerikanische Kompositionen. So ist László Sárys musikalische Entwicklung als Komponist deutlich geprägt, durch Assimilation der vielfältig offenen Konzepte von Christian Wolff und John Cage bis hin zu den repetitiven Elementen der Minimal Music Steve Reichs.

Pebble playing in a pot

Entstanden 1978, existiert das Werk in verschiedenen Versionen für Klavier und Schlagzeug - diese Vielfalt ist möglich, da die Komposition nur sechs verschiedene Tonhöhen verwendet. Heute wird eine Fassung für vier Schlagzeuger gespielt, die dem Original noch drei begleitende Parts hinzufügt - vom Schlagquartett Köln ohne weitere Änderung der Partitur von drei Spielern ausgeführt. Der ersten Stimme liegt eine ein- und zweistimmige Formel aus sechs Tönen zugrunde, die sich durch dauernde Wiederholung bei gleichzeitiger stetiger Verlängerung allmählich entfaltet und anschliessend in einem rückläufigen Prozess wieder reduziert. Es wird also zunächst nur das erste Achtel dieser Formel gespielt, unmittelbar darauf die ersten beiden, die ersten drei und so weiter, unabhängig davon, ob es sich um einen Ton, einen Zweiklang oder eine Pause handelt. Sobald die volle Länge der Formel erreicht ist, wird beim zweiten, dritten etc. Ton begonnen und jeweils bis zu Ende gespielt. Dieser Vorgang wiederholt sich dann in gleicher Weise mit der Umkehrung der Ursprungsmelodie, darauf mit dem Krebs und zuletzt mit einer Variante, die der Krebsumkehrung entspricht, zusätzlich aber je zwei benachbarte Töne vertauscht.
Dieser Prozess läuft sehr schnell und ohne Unterbrechung ab, so dass das Prinzip erst bei einer gewissen Länge des gespielten Fragments erkennbar wird. Deutlich wahrnehmbar sind aber die vier Abschnitte, in denen sich eine Melodie zunächst immer weiter ausdehnt und damit, sobald sie als solche erkennbar geworden ist, scheinbar verlangsamt, um sich dann wieder zu verdichten und gleichzeitig an Identität zu verlieren.

 

 

 

 

 

 

 

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  von HYPERWERK 2002