Schlagquartett Köln

 

 

 

 

 

 

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Valerio Sannicandro (*1971)

Der gebürtige Italiener studierte Bratsche und Komposition zuerst in Italien. Nach seinem Diplomabschluss begann er 1994 als freischaffender Bratschist. Im gleichen Jahr entstand seine erste Komposition (für Viola und live electronics).
Aus Interesse an Zeitgenössischer Musik ging er 1995 nach Deutschland, wo er zur Zeit lebt, und absolvierte ein Aufbaustudium für Viola an der Folkwang Hochschule in Essen bei G.O.Roth gleichzeitig besuchte Meisterkurse von Barbara Maurer und Garth Knox. Als Solo-Bratschist spielt er Werke des 20. und 21. Jahrhunderts (Letzte Soloauftritte: in Essen, Köln, Prag, Frankfurt).

1996 dirigierte er das Ensemble Musikfabrik NRW mit der Uraufführung seines Ensemble-Stück "Favourite Thoughts". In Köln studierte er Komposition bei York Höller (Diplomarbeit: "Komposition als semiotischer Prozess"), in Frankfurt bei Hans Zender und studierte Elektronische Komposition bei Dirk Reith in Essen.
Er besuchte Workshops bei Helmuth Lachenmann, Jonathan Harvey, Magnus Lindberg und Salvatore Sciarrino (IRCAM, Academie d'Eté) in Paris. Im Institut für Neue Musik der Kölner Musikhochschule machte er bei Peter Eötvös und Jonathan Stockhammer weitere Erfahrungen als Dirigent; 2000 mitdirigierte er Charles Ives' "Universe Symphony" (mit P. Eötvös) bei der Triennale Köln, sowie Ensemblewerke bei den Darmstädter Ferienkursen und Avignon (Centre Acanthes).

1999 und 2000 wurde er von der Musikakademie Prag und von der Humboldt-Universität in Berlin zu einer Konferenz über seine Kompositionen eingeladen. Im Jahre 2000 gewann Valerio Sannicandro den Kranichsteiner Musikpreis für Komposition der Darmstädter Ferienkurse sowie zahlreiche Kompositionswettbewerbe in Italien und Deutschland und erhielt verschiedene Aufträge.
Seine Kompositionen wurden u .a. von Salome Kammer, Ensemble Modern, Kroumata, Musikfabrik, Phorminx Ensemble, Oh-ton, Ensemble Aleph, und e-mex uraufgeführt; vom Hessischen Rundfunk, Mitteldeutschen Rundfunk, Radio Bremen, Radio Prag 3 aufgezeichnet und gesendet, auf CD aufgenommen und gespielt in Italien, Deutschland, Frankreich, England, Luxemburg, Tschechische Republik, Japan, Griechenland, Ungarn, Schweden und Österreich.

des horizons liquides (2002)

What from far away seemed us to be a thin line, is actually a plenty of changing light-nuances, a surface constantly moving and turning into waves of kaleidoscopic colours.
The transparent shadow of a far melody line knows now the depths of hidden harmonies and unknown spectra that already secretly contained.
Every wave as an echo, every movement causes a reflex in some region of this always-changing territory.

Was uns von der Ferne wie eine dünne Linie erschien, sind tatsächlich zahlreiche sich verändernde Licht-Nuancen, eine Fläche in steter Bewegung und Wendung zu kaleidoskopartigen Farben.
Der transparente Schatten einer fernen Melodielinie weiss jetzt von den Tiefen der versteckten Harmonien und unbekannten Spektren, die schon vorher, im Verborgenen, enthalten sind.
Jede Welle wie ein Echo, bedingt jede Bewegung einen Reflex in einer bestimmten Region dieses sich immer weiter verändernden Geländes.

Uraufführung am 12. Dezember 2002 in Köln, Schlagquartett Köln

mehr Informationen über Valerio Sannicandro: www.geocities.com

 

 

 

 

 

 

 

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  von HYPERWERK 2002