Schlagquartett Köln

 

 

 

 

 

 

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Ursula Mamlok (*1923)

Ursula Mamlok wurde 1923 in Berlin geboren, wo sie schon früh mit ihrer musikalischen Ausbildung begann. Einer ihrer wichtigsten Lehrer war Gustav Ernest, Dozent an der Humboldtuniversität in Berlin. Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten verfolgt, verließ Ursula Mamlok gemeinsam mit ihren Eltern Berlin und wanderte 1939 nach Ecuador aus. Im Sommer 1940 gelang es ihr, ein Stipendium für die Mannes School of Music in New York zu bekommen. Dort war einer ihrer ersten Kompositionslehrer der Dirigent Georg Szell. Ihren Bachelor und Master of Music schloss sie bei Vittorio Giannini an der Manhattan School of Music ab. Danach begann eine Suche nach neuen Stilen und Wegen, die entscheidendste Phase im Werdegang Ursula Mamloks. Ein dreimonatiges Stipendium ermöglichte ihr den Besuch des berühmten Black Mountain College, wo sie erstmalig Zwölftonkompositionen und die Lehre Arnold Schönbergs kennen lernte. Hier besuchte sie u. a. eine Meisterklasse für Komposition bei Ernst Krenek und nahm bei Eduard Steuermann Klavierunterricht. Sie studierte in den folgenden Jahren Komposition bei Roger Sessions, Stefan Wolpe und schließlich bei dessen Schüler Ralph Shapey, der einen besonders nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung ihres Kompositionsstils hatte. Ursula Mamlok komponierte niemals streng nach der Schönbergschen Lehre und modifizierte im Lauf der Jahre ihr Ausgangsmaterial nach eigenen Mustern. Charakteristisch für ihre Werke sind komplexe, oft gegeneinander gesetzte Rhythmen. In unterschiedlichsten Besetzungen gelingt es ihr, abwechslungsreiche Klangfarben und immer neue Atmosphären zu schaffen. Sie unterrichtete Theorie und Komposition an der New York University, der Columbia University, an der Temple University und über vierzig Jahre an der Manhattan School of Music in New York. Seit 2006 lebte Ursula Mamlok wieder in ihrer Geburtsstadt Berlin. Ihr Werkverzeichnis umfasst ca. 80 Werke, sowohl Solostücke und Kompositionen für die verschiedensten Kammermusikbesetzungen als auch Werke für Orchester. Ihre Kompositionen sind u. a. bei C. F. Peters New York und seit Herbst 2009 bei Boosey & Hawkes Bote & Bock verlegt.
Text: Bettina Brand

Variations and Interludes (1971)

Weitere Informationen unter www.ursulamamlok.com

 

 

 

 

 

 

 

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  von HYPERWERK 2002