Schlagquartett Köln

 

 

 

 

 

 

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Ramón Gorigoitia

1958 in Valparaíso geboren. Er studierte von 1978 bis 1982 Musikpädagogik an der Katholischen Universität in Valparaíso. Ab 1980 Kompositionsunterricht bei Hernán Ramirez und Darwin Vargas. 1983 setzte er sein Kompositionsstudium in Deutschland in der Kompositionswerkstatt von Bojidar Dimov in Köln beim Praktikum für Neue Musik der Rheinische Musikschule fort. Von 1985 bis 1989 Studium des Jazzarrangements und Komposition an der Musikhochschule Köln. Ab 1989 Studium der Musikwissenschaften, Phonetik und Kunstgeschichte an der Universität in Köln. Teilnahme und Durchführung von Kompositionskursen und Seminaren in Bayreuth, Paris, Amsterdam, Köln, Essen, Berlin, Santiago de Chile u.a., auch als Stipendiat der Gaudeamus Foundation.
Verschiedene Auftragswerke u.a. von der Deutschen Welle in Köln, der Stiftung Kunst & Kultur NRW, Ensemble Bartok, Agrupación Anacrusa und des Ensembles Largo Camino.
Seit 1990 als freischaffender Komponist und als Musikredakteur für verschiedene Rundfunkanstalten tätig.

Peripecias (2000)

Peripecias – „Zwischenfälle“, ist als eine szenische Interaktion für vier Perkussionisten konzipiert worden. Formell betrachtet ist es in drei Teilen aufgebaut, wobei der mittlere Teil, auf den der musikalische Diskurs zielt, als Kern des Stückes betrachtet werden soll.
Im Anfangsteil stehen einzelne Aktionen, die einen rituellen Charakter haben im Mittelpunkt des Geschehens. Die Interaktion hier entspricht der Suche nach klanglichen Entdeckungen anhand Naturelemente wie: Steine, Sand, Holz und Wasser, sowie verschiedenen Instrumenten die aus Früchten gebaut wurden.
Der Mittelteil entsteht aus einer Anspielung an die historische Unterdrückung der Yoruba, die logischerweise in einem Befreiungsversuch mündet, aus dem ein ausgedehntes Congasolo hervorgeht. Die Rhythmen der Yoruba Kultur, wie man sie heute noch als Phänomen des kulturellen Synkretismus in Kuba findet, spielen hier eine wichtige Rolle. Sie werden in einer Uminstrumentierung übernommen und bilden die antreibende Kraft der verschiedenen Variationen.
Ein spielerischer Übergang, dem die afrobrasilianische Kultur zugrunde liegt, führt uns in den Schlussteil, indem gestische Aspekte des Zusammenspiels im Vordergrund stehen. Die vier Perkussionisten agieren zu den Verdichtungen und Ausdehnungen des Materials, das in raschen Passagen einen differenzierten musikalischen Diskurs entstehen lässt, der mit vielen unterschiedlichen Nuancen eines abrupten, aber nicht weniger humorvollen Ende entgegen sieht.

Uraufführung am 20. Januar 2004 in Köln, Schlagquartett Köln

mehr Informationen über Ramon Gorigoitia: www.chilemania.de

 

 

 

 

 

 

 

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